Bonner Querschnitte 44/2019 Ausgabe 608

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„Das Evangelium als Grundlage für kontextualisierte Gemeinde“

Neues Buch vergleicht Gemeindearbeit von John Piper und Timothy Keller

(Bonn, 18.10.2019) Vom 3. bis 6. Oktober fand die diesjährige Evangelium21-Konferenz in Hamburg statt, auf der John Piper einer der Hauptredner war. Während der Konferenz wurde auch das im Verlag für Kultur und Wissenschaft (VKW) neu veröffentlichte Buch von Bilge Ileri gelauncht. Es vergleicht die Art und Weise, wie John Piper und Timothy Keller Gemeindearbeit betreiben.

Cover Das Evangelium als Grundlage für kontextualisierte GemeindeTimothy Keller und John Piper sind zwei Protagonisten der zeitgenössischen evangelikalen Welt. Als Pastoren urbaner Megakirchen erlangten beide in den letzten 30 Jahren internationale Bekanntheit. Ihre Bücher sind inzwischen in viele Sprachen übersetzt, ihre Predigten im Internet weltweit begehrt. Sie haben überlappende Wirkungskreise und gemeinsame Freunde im reformierten Zirkel. Auch sind beide persönlich miteinander bekannt und schätzen sich gegenseitig. Piper ist stimmberechtigtes Mitglied der von D. A. Carson und Keller ins Leben gerufenen ‚The Gospel Coalition‘.

Dennoch gibt es einen wahrnehmbaren Kontrast zwischen John Piper als klassischem und Timothy Keller als unkonventionellem Vertreter der Neuen Calvinisten, was eine Reihe von Fragen auslöst. Die vorliegende Arbeit zielt in diese Richtung und befasst sich mit der Beantwortung folgender Fragestellung: Angenommen, die theologischen Fundamente von Piper und Keller sind beide im reformierten Erbe verankert und stimmen größtenteils überein, woher kommen dann die völlig verschiedenen Herangehensweisen, Methodologien und theologischen Schwerpunkte und wie sind sie zu beurteilen?

Darin enthaltene Aspekte können folgendermaßen strukturiert werden:

  1. Theologie: Inwiefern stimmen Piper und Keller theologisch überein?
  2. Differenzen: Worin bestehen die Unterschiede und woher rühren sie?
  3. Legitimation: Inwieweit sind diese Unterschiede gerechtfertigt?

Der Titel „Das Evangelium als Grundlage für kontextualisierte Gemeinde: Eine Gegenüberstellung der Gemeindearbeit von John Piper und Timothy Keller“ impliziert, dass es nicht primär theologische Unterschiede sind, die zu den dargestellten diametral entgegengesetzten Schwerpunkten Pipers und Kellers führen. Dies zu erörtern gehört zur Zielsetzung dieser Arbeit. 

Über den Autor

Foto Bilge IleriNaturwissenschaften und Musik sind die erste Leidenschaft von Bilge Ileri, der 2008 an der Universität Hamburg in Physik promoviert und im Anschluss einige Jahre als Wissenschaftler gearbeitet hat. Sein Wirkungskreis erweiterte sich 2010 von der Universität zum Gymnasium, wo er die Freude am Unterrichten, Unterstützen und Fördern junger Menschen ausleben konnte. Frühzeitiges Interesse an philosophisch-theologischen Fragen bewirkte das Absolvieren eines weiteren Studiums in Theologie mit einem M.Th. Im Rahmen einer Gemeindegründung lebt er inzwischen gemeinsam mit seiner Familie in der Türkei.

Bibliografische Angaben:

  • Bilge Ileri. Das Evangelium als Grundlage für kontextualisierte Gemeinde: Eine Gegenüberstellung der Gemeindearbeit von John Piper und Timothy Keller. Theologisches Lehr- und Studienmaterial, Bd. 38. VKW: Bonn, 2019. 137 S. Pb. 18 €. ISBN 978-3-86269-180-7.


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BQ0608.pdf